Der Kirchhof

der Evangelischen Kirchengemeinde Arsten – Habenhausen

 

Für Auskünfte und Anträge steht das Kirchhofsbüro gerne zur Verfügung.

Es befindet sich in Arsten, In der Tränke 23, (gegenüber dem Gemeindehaus) und ist geöffnet:
montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr
und zusätzlich mittwochs von 15.30 bis 17.30 Uhr
Tel. 0421-84 80 256
Fax 0421-84 80 257
Außerhalb der Öffnungszeiten nimmt ein Anrufbeantworter Nachrichten und Anfragen entgegen.

Die alte St. Johannes-Kirche an der Arster Landstraße ist umgeben vom gemeindeeigenen Kirchhof. Dieser Kirchhof  dient seit jeher, wahrscheinlich schon solange wie die Kirche steht, als letzte Ruhestätte der Menschen, die im Kirchspiel gelebt haben. Viele alte Grabsteine mit noch gut lesbaren Inschriften, die ältesten aus dem 17. Jahrhundert stehen noch heute zwischen den Grabreihen und zeugen von einer hohen Begräbniskultur.
Die Bestattungstradition wird in der Kirchengemeinde fortgesetzt und so finden nach wie vor viele Gemeindeglieder ihre letzte Ruhe auf „ihrem“ Kirchhof. Für verstorbene Gemeindeglieder werden mittags die Kirchenglocken geläutet und die Trauerfeiern finden in der Kirche statt, wenn die Angehörigen es wünschen.
 
Im Jahre 1973 haben die Gremien der Gemeinde eine Kirchhofsordnung verabschiedet, in der die alten Traditionen fortgeschrieben und die Erfordernisse unserer Zeit festgesetzt wurden. Diese Ordnung gilt mit einigen Änderungen noch heute.
 
Sie finden im Folgenden Antwort auf immer wieder gestellte Fragen:
Wer wird auf dem Arster Kirchhof bestattet?
Grundsätzlich alle Gemeindeglieder, die bei ihrem Tode in Arsten oder Habenhausen wohnten, oder ein Nutzungsrecht an einer Grabstelle hatten. Auch Verstorbene, die einer anderen Konfession angehörten, werden bestattet, wenn ein Nutzungsrecht besteht.
 
Verstorbene, die keiner Kirche angehörten, können bei vorliegendem Nutzungsrecht bestattet werden – allerdings ohne Trauerfeier in der Kirche und ohne pastorale Begleitung.



Das Nutzungsrecht – es ist das Recht zur Bestattung nach Maßgabe der Kirchhofsordnung und die Verpflichtung, die Grabstelle in würdigem Zustand zu erhalten.
Grundsätzlich kann das Nutzungsrecht nur von Gemeindegliedern erworben werden und nur bei Eintritt eines Todesfalles in der eigenen Familie. Ältere Gemeindeglieder, die den Wunsch haben, selbst ihre letzte Ruhestätte zu bestimmen, können auf  Antrag an den Kirchenvorstand auch zu Lebzeiten ein Nutzungsrecht an einer Grabstelle erwerben.
Die Ruhefristen bestimmen die Dauer der Nutzungsrechte, nämlich nach einer Erdbestattung 30 Jahre, nach einer Urnenbeisetzung 20 Jahre. Bestehende Nutzungsrechte sind nach jeder Bestattung bis zum Ende Ruhefrist zu verlängern.
Nutzungsrechte sind auf Antrag, der an das Kirchhofsbüro zu richten ist, an Familienangehörige übertragbar. Die Nutzungsdauer kann auf Antrag verlängert werden gegen Zahlung der dafür geltenden Gebühr. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass eine Grabstelle über Generationen im Familienbesitz bleibt.
 
Wunsch nach anonymer Bestattung
Immer wieder ist an den Kirchenvorstand der Wunsch gerichtet worden, auf dem Arster Kirchhof eine Bestattung ohne Erwerb eines Nutzungsrechtes an einer Grabstelle zu ermöglichen. Im Jahre 2001 haben die Gemeindegremien diesem Wunsch entsprochen. Auf dem neueren Teil des Kirchhofes ist ein Urnengräberfeld eingerichtet worden.
Hier werden die Urnen wie bei einer anonymen Bestattung nicht in Einzelgrabstellen beigesetzt, sondern der Reihe nach in einem Rasenfeld ohne Kennzeichnung der Grabstätte.
Die Verstorbenen sind nicht als Namenlose vergessen: Auf dem Gräberfeld steht ein Granitobelisk, auf dem Namenstafeln der Bestatteten angebracht werden. Es ist also keine total anonyme Bestattungsform, die auf dem Kirchhof der Kirchengemeinde gepflegt wird.

Der Obelisk trägt umlaufend den Bibelvers aus Jesaja 43, 1:

FÜRCHTE DICH NICHT, DENN ICH HABE DICH ERLÖST,
ICH HABE DICH BEI DEINEM NAMEN GERUFEN; DU BIST MEIN!

 


 

Einfassungen und Grabmäler
Die Nutzungsberechtigten können ihre Grabstellen auf ihre Kosten einfassen lassen:
Auf dem alten Kirchhof mit einer steinernen Einfassung nicht höher als 20 cm, auf dem neuen Kirchhof mit einer Einfassung aus poliertem Granit in den Farben schwarz, weiß oder rot, 6 cm breit, 16 cm hoch. Die Einfassungen dürfen die Maße der Grabstelle nicht überschreiten.
 
Das Errichten von Grabmälern ist in der Kirchhofsordnung detailliert geregelt. Die Steinmetzbetriebe kennen die einzuhaltenden Vorschriften und beraten Nutzungsberechtigte entsprechend. Grundsätzlich ist zu beachten, dass Höhe und Breite des Grabsteins den Grabstellenmaßen entsprechen und dass sich der Stein in das Gesamtbild des Kirchhofes einfügt.
Die Kirchhofsordnung lässt eine Vielzahl von Materialien für Grabsteine, diverse Möglichkeiten für die Inschriften und einigen Spielraum für die Maße des Steins zu.
Einfassung und Grabmal sind genehmigungspflichtig. Die entsprechenden Anträge reichen die Steinmetzbetriebe im Kirchhofsbüro ein.
 
Für die Genehmigung der baulichen Einrichtungen auf den Grabstellen und für die Überwachung der Standsicherheit der Grabmäler erhebt die Kirchengemeinde eine einmalige Gebühr, die mit der Genehmigung fällig wird.
 
Pflege und Verwaltung des Kirchhofes, Durchführung von Bestattungen, Investitionen auf dem Kirchhof – wie im Jahre 2002 das Aufstellen von Bänken – verursachen hohe Kosten, die durch die Erhebung von Gebühren gedeckt werden müssen.



In der Gebührenordnung für den Kirchhof, die zuletzt mit Wirkung zum 01.02.2011 an die gestiegenen Unterhaltungskosten angeglichen werden musste, sind alle Gebühren aufgeführt.

Auszug aus der Gebührenordnung:

Erwerb eines Nutzungsrechtes

an einer Grabstelle für Erdbestattungen mit 2 Liegeplätzen   1.590,00 EUR
an einer Urnengrabstelle für 4 Urnen   490,00 EUR
Grab für 1 Urne im Urnengarten   515,00 EUR
Namenstafel an der Gedenkeinrichtung   350,00 EUR
Gebühr zur Pflege der Gedenkeinrichtung (einmalig)   150,00 EUR
Genehmigung zur Errichtung eines Grabsteines
(eingeschlossen Überwachung der Standsicherheit)
  90,00 EUR

Die jeweiligen Bestattungsgebühren richten sich nach dem Arbeitsaufwand.
Sie werden vom Kirchhofsbüro über das beauftragte Bestattungsinstitut in Rechnung gestellt.

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